Samstag, 5. April 2014

Eine Reise nach Macas :)

Hallo!
Ja, ich melde mich auch mal wieder. :)
Habe zur Zeit Ferien und letzte Woche Donnerstag bin ich nach Macas gefahren um da Sarah, das andere Maedchen, was mit mir in Ecuador ist, zu besuchen.
Macas ist eine kleine Stadt im Nordosten Ecuadors. Fast schon im Oriente.
Und alleine schon die Busfahrt dorthin lont sich. Die Landschaft ist einfach unglaublich.
Aber fangen wir vorne an.
Am Donnerstag bin ich um 10:30 Uhr von Machala aus nach Cuenca gefahren. Ca. drei Stunden spaeter stand ich dann in Cuenca am Busbahnhof und musste sehen mit welchem Bus ich weiter nach Macas komme. Meine Freundin hatte mir zwar den Namen eines Busunternehmens genannt, allerdings fuhr der Bus erst um 16:30 Uhr, was mir dann doch etwas spaet war. Habe aber noch ein anderes Unternehmen gefunden und konnte schliesslich mit einer halben Stunde Wartezeit weiterfahren. Eigendlich hatte ich vor auf der Fahrt etwa zu schlafen, aber die Landschaft war einfach zu faszinierend. Die Fotos, die ich gemacht habe, sind leider alle nicht so gut, weil ich die halt vom Bus aus machen musste und der ziemlich geschaukelt hat und auch das Fenster nicht soo sauber war. Aber ich hoffe, man kann trotzdem ein bisschen was erkennen.
Ich wurde auch gefragt, wie ich denn ueber die Anden gekommen bin, da die Strasse laut GoogleMaps einfach irgendwo im niergendwo endet. Und das liegt, schaetze ich, daran, dass das irgendwann keine asphaltierte Strasse mehr ist, sondern einfach nur noch eine Schotterpiste, die sich durch die Berge schlaengelt.

Hier sieht man die Stasse, ohne Leitplanke, ohne alles und
manchmal gehts den Abgrund ganz schoen weit runter.

Hier sieht man ein Wasserfall, der die Felswand herunterfliesst.
Einfach ueberall kommt Wasser aus dem Fels. 

Alles Gruen *.*
Eine unglaubliche Aussicht


Ein Fluss der aus den Bergen kommt
Wieder in der Sierra
Man glaub es kaum, aber auch hier oben,
abgeschnitten von allem, leben Menschen.



Berge, Wald und Wasserfaelle
Als ich schliesslich um 21:00 Uhr in Macas angekommen bin, haben Sarah und ihre beiden Gastbrueder schon auf mich gewartet. Erst sind wir zum "parque central" gefahren und danach Essen gegangen. Nach dem Essen gings dann auch nach Hause, weils schon spaet war und ich auch wirklich wohl Lust auf ein Bett hatte. :D
Am Samstag war Tag-der-offenen-Tuer in dem Colegio von Sarah und ihrem Bruder. Das Colegio ist mindestens genauso klein wie meins in Machala, aber sehr viel strenger. Und auch von den Austauschschuelern wird erwartet, dass sie alle Hausaufgaben machen und genauso mitarbeiten wie "normale" Schueler. :D Aber dafuer kommen sie nicht so verbloedet wieder wie ich :S - Egal :D
Auf dem Weg vom Colegio nach Haus habe ich mir dann den Fuss vertreten, da die Strassen hier manchmal, oder ehr gesagt meistens, ziemlich uneben sind und wenn man nicht aufpasst, ziemlich schnell stolpert. Aber zum Glueck ist Sarahs Mutter hier Apotekerin und der Vater Arzt und die beiden haben mich dann versorgt. Laufen ging uebers Wochenende aber nicht gut. Wir haben die Zeit dann damit verbracht, 'Herr Der Ringe' zu gucken, Schulaufgaben zu machen, oder einfach zu reden :)
Innerhalb der Woche bin ich morgens mit ins Colegio gegangen und Nachmittags blieb neben Hausaufgaben und Projekten fuer die Schule nicht mehr viel Zeit fuer andere Sachen. Aber es war trotzdem total schoen.
Am Wochenende ist dann noch ein Teil der Familie zu Besuch gekommen und wir sind bestimmt drei Stunden zu einem Fluss gefahren um da zu baden. Da Macas allerdings schon im Oriente liegt dh. schon fast Regenwald und zur Zeit grade Regenzeit ist, war jetzt nicht unbedingt das perfekte Badewetter :D Aber es war trotzdem ziemlich lustig und noch nichmal so kalt wie erwartet.

Sarah, ihr Gastbruder Santiago, Ich,
ihre Gastmutter und ihr Gastvater :)

Sarah und ich und im Hintergrund der Fluss


Sonnenuntergang *.*
Am Montag morgen gings dann auch wieder nach Hause und ich muss sagen, Macas ist klein, aber wirklich schoen, die Leute sind super nett und wir hatten echt ne tolle Zeit :)
Bis zum naechsten Mal.

Eure Anika :)

Mittwoch, 12. Februar 2014

Ja, auch übers Essen gibt es einen Post :D


Hei
Nächster großer Unterschied über den ich schreiben möchte, ist das Essen.
Ich find's inzwischen richtig lecker, allerdings is manches etwas gewöhnungsbedürftig (wenn man zum Beispiel Hühnerfüße in seiner Suppe findet, denkt man schon erstmal so: okay :D). Und es gibt zu allem immer Reis. Reis mit Fleisch, Reis mit Fisch, Reis mit Nudeln, Reis mit Kartoffeln… Dementsprechend kann man hier auch Reis in 20kg Säcken kaufen :D
Morgens zum Frühstück, gibt es bei mir oft Rührei mit Toast, oder irgedwas aus Kochbananen (platano verde). Manchmal gibt es auch schon morgens Reis :D Und immer selbstgemachten Saft *0*
Mittags gibt es als erstes eine Suppe. Danach essen wir meistens Reis mit Fleisch, Hühnchen oder Fisch und sehr selten Gemüse, welches, falls es welches gibt, meistens Salat ist.
Gegessen wird hier fast alles mit dem Löffel und den Fingern. Ich kann mein Fleisch inzwischen auch schon mit dem Löffel schneiden, wenn's nicht zu zäh gebraten ist :) Allerdings wird Fleisch ist gut durchgebraten, weil das auch offen auf dem Markt hängt. Stände, wo so halbe Schweine hängen, sieht man relativ häufig.
Abends gibt es dann das vom Mittag, einfach nur Brot mit Kaffee oder Reis mit Spiegelei. Kaffee wird hier ziemlich viel getrunken und auch meine fünfjährige Schwester trinkt den schon. Und das Brot hier ist auch nicht Brot, wie man das aus Deutschland kennt, sondern eher in Brötchenform und es wird auch nicht belegt, sondern in den Kaffee getunkt und/oder aufgeschnitten und da kommt dann Käse zwischen. Vom Käse gibt's gefühlt nur eine Sorte und der ist weiß und irgendwie schwer zu beschreiben :P Käse in Scheiben, gibt es nur als Sandwichkäse.
Ich finde hier werden auch mehr Innereien gegessen als in Deutschland: Leber, Magen (von der Kuh), Lunge, Zunge, Blutwurst (zählt jez vielleicht nich direkt zu Innereien, aber egal :P). Es is okay, aber es wird nich mein Lieblingsessen :D
Was ich aber auf jeden Fall richtig vermissen werde sind die Kochbananen, die ganzen frischen Früchte (von denen ich immer noch nicht alle kenne) und empanadas (frittierte Teigtaschen, gefüllt mit Käse, Hühnchen oder Fleisch).
Ich könnte aber nicht sagen welches Essen mir besser schmeckt, das aus Deutschland oder das aus Ecuador, weils einfach total verschieden ist und es hier so viele Sachen gibt, die dem Essen in Deutschland nicht mal ansatzweise ähneln.
Ist jetzt nicht sehr lang der Eintrag, aber ich weiß nicht was ich noch darüber schreiben soll. Man muss das einfach probieren, dann wisst ihr wovon ich rede :))

Liebe, Liebe Grüße
Anika :)

Samstag, 11. Januar 2014

Navidad y nuevo año


Hallo
Weihnachten und Silvester habe ich jetzt also auch hinter mich gebracht und auch das war sehr anderes als in Deutschland.

Weihnachten fand ich ziemlich unweihnachtlich (bei ca. 27°C) und den ganzen Tag hab ich auch einfach alles an Deutschland vermisst, besonders meine Familie. Nachdem wir uns alle hübsch gemacht haben, ging's gegen sieben dann aber los und ab da hab ich mich auch etwas besser gefühlt.
Wir haben uns alle im Wohnzimmer versammelt und zusammen gebetet, gesungen und eine Geschichte über Gott und Liebe gelesen und hinterher darüber diskutiert, was uns die jetzt zeigt. Allerdings haben wir weder die Jesusgeschichte gelesen, noch waren wir in der Kirche.
Später sind dann auch die anderen Verwandten gekommen und wir haben die Wichtelgeschenke ausgetauscht.
Die anderen Geschenke wurden dann auch weitergegeben, allerdings in kleinen Schächtelchen oder Papiertüten verpackt, nichts in Geschenkpapier. Der Weihnachtsbaum hat bei allem auch garkeine Rolle gespielt und irgendwie fehlte mir etwas diese Heiligkeit und Sinnlichkeit, oder wie auch immer man das nennen will.
So gegen 23:00 Uhr gab's traditionsgemäß Truthahn zu essen und um 24:00 Uhr hat jeder jeden umarmt und frohe Weihnachten gewünscht. So gegen eins, halb zwei sind wir dann schlafen gegangen. Und das war's. Der 25.12. und 26.12. waren ganz normale Tage abgesehen davon, dass am 25.12. keine Geschäfte auf hatten.

Unser Weihnachtsbaum 
Ich und meine Tante :)
Meine Familie mit Cousins und Cousinen :)

An Silvester hatte ich garkein Heimweh, aber es war auch nicht soo spektakulär, wie ich erwartet hätte.
Unsere Nachbarn haben schon morgens den ganzen Block mit Musik beschallt. Wir sind so gegen 21:30 Uhr rausgegangen und haben uns vor unserem Haus auf Stühle gesetzt. Ein Onkel und eine Tante sind dann noch zu uns gekommen und haben sich auch dazu gesetzt. Die Erwachsenen haben Wein getrunken und die Nachbarskinder haben mit Feuerwerksdingern rumgespielt. Man konnte die ganze Zeit auch schon Feuerwerk am Himmel sehen. Zu dem Geknalle von den Kindern lief die Musik von den Nachbarn und wir saßen vor unserem Haus und haben darauf gewartet, dass es 24:00 Uhr wird. War etwas langweilig :P
Irgendwann haben wir dann noch Fotos mit unserer monigote gemacht. Monigotes sind Papierpuppen, oder -figuren, die man vorher bastelt, oder kauft und die um Mitternacht zum Jahreswechsel verbrannt werden. Sie symbolisieren das alte Jahr, was hinter sich gelassen wird.
Um 24:00 Uhr wurden also alle monigotes auf die Straße gebracht und angezündet. Das war schön :) Auf der ganzen Straße waren Feuer. Alle haben sich ein frohes neues Jahr gewünscht und dann haben wir um 0:30 Uhr gegessen. Nach dem Essen war nich mehr viel los und so gegen 1:30 Uhr 2:00 Uhr sind wir schlafen gegangen :p
An dieser Stelle wünsche ich euch auch allen noch ein schönes und frohes Jahr 2014 :)

Homer und Bart :D
kleine monigotes ...
... und große monigotes 
Ich und unsere monigote bevor sie verbrannt wurde :)
um 0:00 Uhr
auf der ganzen Strasse Feuer, aber schon fast abgebrannt 

Ja, meine Ferien sind auch wieder zu Ende und ich muss wieder zur Schule. Zur Zeit werden schon die nächsten Examen geschrieben, aber mal sehen, ich denke, ich werde nur für Mathe und Physik lernen und vielleicht noch etwas für Literatur :P (disziplinierter werde ich hier eindeutig nicht :S)
Joa das war's dann auch schon von mir, also:
Bis bald
Anika :)